Rankingparameter

Offenlegung nach Art. 5 der Verordnung (EU) 2019/1150 (P2B)

Aptora bringt Ergebnisse in zwei Richtungen in eine Reihenfolge: Die Talent-Suche ordnet zu einer Stellenanzeige die Kandidatenprofile, das Job-Matching ordnet zu einem Profil die Stellenanzeigen. Diese Seite beschreibt, welche Parameter diese Reihenfolge bestimmen und warum sie so gegeneinander wiegen.

Beide Richtungen benutzen dieselben Bausteine, deshalb gilt jeder Abschnitt hier für beide. Was hier steht, ist die Beschreibung der Parameter und ihrer relativen Bedeutung, nicht der Algorithmus selbst — dessen Offenlegung verlangt Art. 5 Abs. 6 ausdrücklich nicht, und sie würde vor allem denen helfen, die Ergebnisse manipulieren wollen.

Die wichtigsten Parameter

In der Reihenfolge ihres Gewichts:

  1. 1. Skill-Deckung

    Der wichtigste Parameter und der Ausgangswert jedes Scores: wie viele der geforderten Fähigkeiten ein Profil belegt, gewichtet danach, wie zentral die Anzeige die jeweilige Fähigkeit macht. Am stärksten zählt eine Fähigkeit, die das Profil ausdrücklich führt; schwächer eine, die nur im Profiltext belegt ist; schwächer noch eine, die über eine kuratierte Kante im Fähigkeiten-Graph erschlossen wird — eine Oberkategorie oder eine speziellere Ausprägung. Nur geprüfte Kanten zählen.

  2. 2. Deckungstiefe

    Wie viele Fähigkeiten insgesamt belegt sind, nicht nur anteilig. Eine Anzeige mit drei Anforderungen, die ein Profil alle erfüllt, sagt weniger aus als eine mit zwölf Anforderungen, von denen zehn erfüllt sind. Die Tiefe hebt den Score an, ab einer Sättigungsgrenze nicht weiter.

  3. 3. Jobtitel-Nähe

    Wie nah der Titel der Anzeige am Titel im Profil liegt: identisch — Synonyme eingeschlossen — oder über eine kuratierte Beziehung in unserer Titel-Taxonomie verwandt. Der Titel kann höchstens einen Teil des Abstands schließen, den die Skill-Deckung zur vollen Punktzahl offen gelassen hat, derzeit die Hälfte. Eine schwache Skill-Deckung kann er damit nicht ersetzen.

  4. 4. Seniority

    Junior, Mid-Level, Senior, Lead und so weiter. Passt ausschließlich den Titel-Anteil an, nie die Skill-Deckung. Fehlt die Angabe auf einer der beiden Seiten, kostet das keine Punkte.

  5. 5. Selbst angeforderte Verfeinerung

    Findet nur statt, wenn sie angefordert wird: Wer eine Suche oder ein Matching mit eigenem Freitext verfeinert, lässt einen zweiten Durchgang die Treffer daran messen. Dieser Anteil ist gedeckelt — derzeit rund ein Drittel — und er kann die Reihenfolge verschieben, aber keinen Treffer aus der Liste entfernen.

Bei gleichem Score entscheiden Titel-Nähe und Skill-Score, danach ein fester Schlüssel, der für alle gleich gilt. Es gibt keinen Zufallsanteil: dieselbe Suche liefert dieselbe Reihenfolge. Ein Ergebnis wird gespeichert und wiederverwendet, bis sich seine Eingangsgrößen oder unsere Gewichte ändern.

Warum diese Gewichtung

Fähigkeiten sind die belastbarste Aussage darüber, ob jemand eine Arbeit tun kann. Jobtitel sind es nicht — dieselbe Arbeit heißt in zwei Unternehmen unterschiedlich, und derselbe Titel meint zwei verschiedene Aufgaben. Deshalb ist die Skill-Deckung der Ausgangswert und alles andere ein Zuschlag darauf.

Jeder weitere Parameter kann einen Score nur anheben, nicht senken. Eine fehlende Angabe — kein Titel, keine Seniority — kostet deshalb nichts, sie bringt nur nichts ein. Einzige Ausnahme ist die selbst angeforderte Verfeinerung, die ausdrücklich neu ordnen soll.

Die genauen Gewichte sind Betriebsparameter und werden angepasst, wenn sich zeigt, dass ein Kriterium zu schwer oder zu leicht wiegt. Ihre Rollen ändern sich dadurch nicht: was Ausgangswert ist, was Zuschlag und was gar nicht rankt. Ändert sich mehr als ein Zahlenwert, ändert sich diese Seite mit.

Was auswählt, aber nicht sortiert

Einige Kriterien entscheiden nur darüber, ob ein Profil oder eine Anzeige überhaupt in der Ergebnismenge auftaucht. Auf die Position innerhalb dieser Menge wirken sie nicht:

  • Aktualität und Laufzeit einer Anzeige: innerhalb der letzten Monate veröffentlicht, nicht abgelaufen, öffentlich sichtbar.
  • Die Einwilligung der Kandidatin oder des Kandidaten in die Auffindbarkeit. Ohne sie ist ein Profil in keiner Suche.
  • Ein Mindestmaß an Vollständigkeit des Profils, unter anderem eine Mindestzahl an Fähigkeiten — ein halb ausgefülltes Profil wird nicht als Treffer angeboten.
  • Die Filter, die der Suchende selbst setzt: Land, Remote-Anteil, Tagessatz, Sprachen, Verfügbarkeit, Aktualität des Profils.
  • Das eigene Team, dessen Profile in der eigenen Suche nicht auftauchen.

In einer selbst angeforderten Verfeinerung können diese Angaben mitgelesen werden. Dann wirken sie über deren gedeckelten Anteil mittelbar auf die Reihenfolge — weil genau danach gefragt wurde.

Keine Vergütung beeinflusst die Platzierung

Bei Aptora gibt es keine bezahlten Plätze: keine gesponserten Treffer, keine Anzeigen zwischen den Ergebnissen, keine Möglichkeit, ein Profil oder eine Stellenanzeige gegen Geld nach oben zu bringen — weder unmittelbar noch mittelbar. Die Angabe nach Art. 5 Abs. 3 lautet damit für beide Richtungen: nein.

Tarife entscheiden über Zugang und Kontingente: ob ein Workspace die Talent-Suche nutzen darf und wie oft er eine Verfeinerung anfordern kann. Über die Reihenfolge entscheiden sie nie. Der Ranking-Code kennt weder Tarif noch Abonnement, und ein Workspace ohne Kontingent bekommt dieselbe Reihenfolge wie einer mit.

Bewertungen beeinflussen kein Ranking

Reputationsdaten gehören nicht zu den Eingangsgrößen — weder die Noten noch die Anzahl der Bewertungen. Diese Zusage prüft ein automatisierter Test bei jeder Änderung: Er lässt den Build fehlschlagen, sobald eine Such- oder Matching-Abfrage auch nur eine Reputationstabelle liest. Ausführlich steht das in unserer Bewertungsrichtlinie.

Keine Personalisierung, keine Einzelfall-Platzierung

Wir personalisieren Ergebnisse nicht nach deinem bisherigen Verhalten, und wir testen keine Varianten der Reihenfolge gegeneinander. Die einzige Personalisierung ist die, die du selbst anforderst.

Den Fähigkeiten- und Titel-Graphen pflegen wir redaktionell: welche Fähigkeit einer anderen untergeordnet ist, welche Titel verwandt sind. Diese Pflege wirkt auf alle Ergebnisse gleich; ein einzelnes Profil oder eine einzelne Anzeige wird dabei nicht hoch- oder heruntergestuft. Eine Reihenfolge von Hand gibt es nur in der Shortlist eines Teams — in seiner eigenen Arbeitsliste nach der Suche, nicht in den Suchergebnissen.

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